IC1747, ein kleiner Planetarischer Nebel im Sternbild Kassiopeia, ist auf meinen Aufnahmen mit dem C9.25 in der f/10-Konfiguration auf den Roh-Aufnahmen überhaupt nicht von anderen Sternen zu unterscheiden, da die Sternscheibchen die gleiche Größe haben wie der Nebel.

Aufnahme mit dem PN IC1747. Dieser ist hier nicht zu entdecken, er hat die gleiche Ausdehnung wie die Sternenscheibchen hellerer Sterne. Dieses Bild ist 600s imit Blaufilter belichtet.

Werden drei Aufnahmen, jeweils im roten, grünen und blauen Licht zu einer Farbaufnahme kombiniert, kann der Nebel entdeckt werden, IC1747 erscheint im fahlen, blaugrünen [OIII]-Licht. Wird IC1747 stark vergrößert, erkennt man auf dem blaugrünen Scheibchen ganz leicht Strukturen, die auf den Sternenscheibchen fehlen.

IC1747, RGB-Aufnahme, jeder Kanal 600s belichtet. Der Nebel erscheint in einem fahlen Blaugrün, etwas nach oben-links aus der Mitte versetzt.
Bei starker Vergrößerung sind ganz feine Strukturen erkennbar.

Auf allen oben gezeigten Bildern ist es kein Problem, IC1747 zu entdecken, wenn man weiß, wo er liegt. Aber worin unterscheidet sich denn ein PN deutlich von einem Stern? Er strahlt nicht in einem kontinuierlichen Spektrum. Man sollte ihn also deutlich auf einer abbildenden Spektralaufnahme erkennen können. Es sollten sich, anstatt eines kontinuierlichen Spektralstreifens eines Sternes, mehrere diskrete Abbildungen in den [OIII], Ha, [SII] usw. Farben erkennen lassen. In einer Abbildung durch ein Liniengitter gibt sich der PN deutlich zu erkennen:

Sternenfeldaufnahme durch ein Liniengitter um IC1747 herum.

In dem Spektralbild sind deutlich die diskreten Abbildungen des Nebels in den [OIII] und Ha+[SII]-Farben zu erkennen. Die [OIII] und Ha+[SII]-Bilder sind durch ein feines, kontinuierliches Spektrum verbunden, dieses rührt von dem Zentralstern her. IC1747 entlarvt!

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