Ich habe grade in meinen unveröffentlichen Beträgen einen kleinen Beitrag zu meiner jetzt doch schon bald ein Jahr alten AZ-EQ6 von SkyWatcher gefunden. Mir wird die Montierung in meinem Observatorium nicht mehr bewusst, ich schalte sie über den Hauptschalter mit allen anderen Geräten ein und dann funktioniert sie einfach. Sie führt über die Guidingkamera den Seeing-Bedingungen entsprechend mein C9.25 zuverlässig und ohne Macken nach, sie findet über N.I.N.A. zuverlässig über Plate-Solving die Objekte, ich hatte bis jetzt außer dem einmaligen Aufbau und das Einordnen keinerlei Berührungspunkte mehr mit der Montierung. Sie ist einfach immer da, wenn ich sie brauche! Die Nordausrichtung ist auch nach einem Jahr unverändert präzise.

Die LXD600 von Meade ist mit dem C9.25, dem ETX-70 und den Kameras überladen. Die Montierung wird „weich“ und wird Windanfällig. Momentan gibt es mehrere interessante Montierungen von iOptron, Celestron und SkyWatcher. Die momentane Liefersituation machte mir die Entscheidung einfach, die AZ-EQ6 war verfügbar! Eigentlich sollte es eine EQ6-R werden, aber die war (zum Glück) nicht lieferbar. Es gab auch kein voraussichtliches Lieferdatum. Mit der AZ-EQ6 hatte ich schon immer „geliebäugelt“, aber sie war teurer als die EQ6 und von der Tragkraft unterscheiden sich die beiden Modelle nicht. Aber die AZ-EQ6 hat Encoder! Sie behält ihre Einordnung auch wenn man die Kupplungen löst und mit der Hand bewegt. Weiterhin ist der Polblock sehr viel besser konstruiert, das Einordnen der Montierung geht ausgesprochen einfach. Die Höhe wird bequem mit einer wirklich gut dimensionierten „Kurbel“ vorgenommen. Überhaupt kein Vergleich zu der (doch fast 25 Jahre älteren) LXD600.

Die AZ-EQ6 kann direkt mit einem USB-B-Kabel mit dem Steuerrechner verbunden werden, ohne dass es notwendig ist, die Handsteuerung anzuschließen. Die SynScan-Handbox liegt bei mir wohlverwahrt in einer Kiste. Gesteuert wird die AZ-EQ6 über die geniale Software EQMOD die als ASCOM-Treiber funktioniert.

Das gesamte Setup mit C9.25 sitzt „Bombenfest“ auf der Montierung. Keinerlei Wackeln oder Schwingen. Das Guiding mit einem 300mm Teleobjektiv und der ASI120MM-S geht ausgesprochen präzise.

Die Montierung wird komplett mit Polsucher, Encodern, zwei 5Kg Gewichten und einer weiteren Teleskopaufnahme (GP und 3“) für die Gegengewichtsstange geliefert.

Es macht Spaß, das Teleskop von Hand zu bewegen und auf Stellarium immer zu sehen, wohin es grade zeigt. Auch haben mir die Encoder gute Dienste geleistet um eine an mein Observatorium angepasste Horizontlinie zu erstellen. Man kann das Teleskop von Hand an der Horizontlinie entlangführen und mit EQMOD die einzelnen Punkte in einem Limit-File speichern und damit dann ein Horizontsetup für Stellarium erstellen. Die Encoder haben zwar keine große Auflösung (ca. 65000 „Ticks“ pro Umdrehung was im Minutenbereich liegt), aber im Zusammenspiel mit N.I.N.A. und PlateSolving ist das überhaupt kein Problem, die Montierung ist nach einer manuellen Bewegung schnell wieder präzise mit dem Himmel synchronisiert.

Tipp zu EQMOD:

Wenn der Fehler mit „Comdlg32.ocx“ beim starten von EQASCOM auftritt, eine CMD.EXE mit Administratorrechten starten und in fas Verzeichnis C:\windows\SysWOW64 wechseln und folgendes Kommando ausführen:

regsvr32 comdlg32.ocx

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