Der Sommer naht, schöne, laue Nächte, Sterne beobachten… was ist das? Ein, zwei, viele grade Linien im Bild! Die Satelliten schlagen wieder zu! Jetzt kommt die Zeit, in der man es kaum schafft, ein Bild aufzunehmen, welches nicht von diesen Linien zerschnitten wird. Wir werden uns mit diesen Linien abfinden müssen, oder das Hobby aufgeben.

Hübsch, oder?

Glücklicherweise gibt es sehr einfache Methoden, wie diese störenden Linien aus dem endgültigen Bild entfernt werden könne. In dem Artikel „https://skyandtelescope.org/astronomy-blogs/imaging-foundations-richard-wright/satellites-begone-how-to-remove-satellite-trails-from-your-astrophotography/“ wird beschrieben, wie mit PixInsight die Spuren während der Bildintegration entfernt bzw. soweit vermindert werden können, dass sie nicht mehr stören. Dies wird einfach dadurch erreicht, dass Pixelausreißer nicht integriert werden. Eine Satellitenspur ist ein höherer Pixelwert als bei allen anderen Bildern an dieser Stelle, angenommen es rauschen nicht dauernd Satelliten über die gleiche Stelle. In diesem Artikel wird der Rejection algorithm „Sigma Clipping“ angewendet und führt bei meinem Bild vom Coma Galaxienhaufen zu folgendem Ergebnis:

Das Ergebnis ist überzeugend, finde ich. Durch starke Histogrammverschiebung können die Satellitenspuren noch sichtbar gemacht werden.

Durch dieses Ergebnis angespornt, habe ich weitere Rejection algorithm an dem Bild ausprobiert und das Ergebnis des „Percentile Clipping“-Algorithmus war am Ende das beste. Dieser Algorithmus hat die Spuren restlos aus dem Bild getilgt:

Folgt man der Beschreibung von PixInsight bezüglich der Rejection algorithms dann ist das „Percentile Clipping“ nur für Integration kleiner Stacks sinnvoll, werden mehr Bilder integriert, so ist „Sigma Clipping“ und für noch größere Serien „Winsorized Sigma Clipping“ die richtige Methode.

Was leider nicht mehr geht sind Bilder mit einer sehr langen Einzelbelichtungen, diese können nicht durch diese Methode gerettet werden. Es sind immer Bildserien notwendig, allerdings können hier Einzelbilder problemlos viele Minuten belichtet werden, durch Satelliten verunstaltete Bilder sind keine Zeitverluste mehr. Der Coma-Haufen in diesem Beispiel besteht aus 20 Bilder mit jeweils 300 sec. Belichtungszeit. Verwerfen musste ich lediglich zwei Bilder, in denen das Guiding versagt hatte.

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